Archiv für Oktober 2009

Abmahnungen statt Nachdenken

Auch wenn Headhunter normalerweise nicht aktiv in Marketing- und PR-Themen involviert sind, wollen wir uns aus gegebenem Anlass in ein PR-Thema bzw. Management-Thema einschalten.

Aus Solidarität mit abgemahnten Hausfrauen und Bastlern setzen wir einen Solidaritätslink zu werbeblogger, die den Abmahnwahnsinn von Jack Wolfskin anprangern.

Wer sich als führende Outdoor Marke bezeichnet, sollte auch im Verhalten führend und vorbildlich sein!

Fazit: Schlechte Schulnote in Sachen Social Media, schlechte Noten für das Management. UND: Wir bringen jetzt ALLE unsere Outdoor Klamotten von Jack Wolfskin zur ALTKLEIDERSAMMLUNG und werden sie umgehend durch Konkurrenzprodukte ersetzen!

Wir zeigen Jack Wolfskin hiermit offiziell die Stinke-Pfote und empfehlen deutlich: Outplacement wegen fehlender Weitsicht und Neubesetzung der fraglichen Stellen.

Auch Jack Wolfskin kann sich nur die besten leisten!

Buell: Das Aus für Mitarbeiter und Marke

Die Buell Geschäftsführung dankt allen Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern für eine unvergessliche Zeit. Die Harley-Davidson, Inc. teilte heute mit, dass im Zuge der künftigen Strategie des Unternehmens die Produktion von Motorrädern der Marke Buell eingestellt wird. Daher spricht die Geschäftsführung von Buell den Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern ihren Dank für die gemeinsame Zeit aus, die allen stets im Gedächtnis bleiben wird. Die neue langfristige Planung der Harley-Davidson, Inc. sieht vor, künftig sämtliche Kräfte und Ressourcen des Unternehmens auf die Marke Harley-Davidson zu konzentrieren.

„Ich möchte mich persönlich bei allen Mitarbeitern, Vertragshändlern und Zulieferern bedanken, die für Buell arbeiten oder die in der Vergangenheit für Buell tätig waren. Und ich möchte den Buell Fahrerinnen und Fahrern für ihre Unterstützung und ihre Leidenschaft für die Marke danken,“ sagte Jon Flickinger, President der Buell Motorcycle Company.

Flickinger erläuterte weiter, dass noch eine begrenzte Stückzahl von Buell Motorrädern bei autorisierten Händlern erhältlich ist und dass die Produktion von Neufahrzeugen am 30. Oktober 2009 eingestellt wird. Er betonte, dass Harley-Davidson die Ersatzteilversorgung und den Service für Buell Motorräder aufrechterhalten wird und dass die Garantieansprüche für Buell Motorräder in vollem Umfang erhalten bleiben.

„Ich werde für immer stolz auf das sein, was wir erreicht haben. Es zeugt davon, was eine kleine Gruppe von inspirierten und leidenschaftlichen Menschen leisten kann. Wir haben Motorräder gebaut, die sich durch großartige Innovationen auszeichnen, Motorräder, deren Handling weltklasse ist“, erläuterte Chairman and Chief Technical Officer Erik Buell. „Was mich selbst betrifft: Ich werde jetzt schauen, wie ich künftig Harley-Davidson in puncto Technik unterstützen kann.“

„Ich hatte das große Glück, in den vergangenen Jahren viele Buell Fahrer zu treffen und kennenzulernen. Sie waren fantastische und unglaublich interessante Freidenker“, sagte Buell. „Ich wünsche Euch allen, dass Ihr voller Stolz der Zukunft entgegenfahrt. Mögen die Straßen, die vor Euch liegen, so abenteuerlich und so lehrreich sein, wie sie es für mich in den vergangenen 26 Jahren waren.“

Seit 1998 ist die Buell Motorcycle Company ein Tochterunternehmen der Harley-Davidson, Inc.. Erik Buell gründete die Firma im Jahr 1983. Seither stellte das Unternehmen mehr als 135.000 Motorräder her. In den vergangenen 26 Jahren gewannen Buell Motorräder zahlreiche Designpreise sowie eine Vielzahl von Rennen und Meisterschaften rund um den Globus, zuletzt die amerikanische AMA Pro Daytona SportBike Meisterschaft 2009.

GWA: Erhebliche Umsatzeinbrüche bei Kommunikationsagenturen

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA)) erwartet auf Basis seines Herbstmonitors 2009 für die Agenturbranche ein Umsatzminus von fast acht Prozent. Dies ist eine Enschätzung, die wir aufgrund unserer Gespäche im Markt teilen.

Die Daten für Personalbedarf, Kostendruck und Rendite-Entwicklung zeigen, dass 2009 ein schwieriges Jahr für die Verbandsmitglieder war. 80 Prozent der Agenturen spüren einen steigenden Kostendruck, mehr als die Hälfte musste sich von Mitarbeitern trennen.  Die Zahl der Bewerber aus diesem Bereich, die ven*net verzeichnete,  nimmt deutlich zu.

GWA Präsident Peter John Mahrenholz: „Das Jahr 2009 steht im Zeichen der Krise und bringt einen deutlichen Rückschlag für die sonst so dynamische Branche. Wir haben aber erste Anzeichen dafür, dass in dem Maße wie die Wirtschaft jetzt wieder Tritt fasst, auch die Agenturen auf eine Belebung der Auftragslage hoffen können.“

Fast die Hälfte der befragten Agenturen erwartet für 2010 wieder steigende Umsätze. Der GWA prognostiziert auf Basis seiner Umfrage daher für das kommende Jahr ein Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung hat auch zu einer Veränderung der Agenturaufgaben geführt: So hat digitale Kommunikation bei 84 Prozent der Agenturen an Bedeutung gewonnen (ein Trend, der sich bereits auf der Dmexco abzeihnete), Verkaufsförderung bei 54 und CRM-Maßnahmen bei 44 Prozent. Klassische Werbung, Eventmarketing und Sponsoring haben im laufenden Jahr am meisten an Bedeutung verloren.

Die stärksten Umsatzbringer waren 2009 die Nahrungs- und Genussmittelbranche mit durchschnittlich 17 prozentigem Anteil an den Gesamtumsätzen der GWA Agenturen und die Automobil-Industrie mit elf Prozent. Der GWA Monitor ist eine halbjährlich stattfindende Befragung der Geschäftsführer führender deutscher Werbe- und Kommunikationsagenturen. Durch ihn werden Geschäfts-, Kosten- und Rendite-Entwicklung der Agenturen und der Branche sowie Sonderthemen abgefragt. Die Ergebnisse können für die Branche als repräsentativ gelten: Der GWA deckt über 80 Prozent des relevanten Agenturmarktes ab.
Weitere  Infos und alle Charts unter http://www.gwa.de/gwa/presse-center/