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Buell: Das Aus für Mitarbeiter und Marke

Die Buell Geschäftsführung dankt allen Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern für eine unvergessliche Zeit. Die Harley-Davidson, Inc. teilte heute mit, dass im Zuge der künftigen Strategie des Unternehmens die Produktion von Motorrädern der Marke Buell eingestellt wird. Daher spricht die Geschäftsführung von Buell den Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern ihren Dank für die gemeinsame Zeit aus, die allen stets im Gedächtnis bleiben wird. Die neue langfristige Planung der Harley-Davidson, Inc. sieht vor, künftig sämtliche Kräfte und Ressourcen des Unternehmens auf die Marke Harley-Davidson zu konzentrieren.

„Ich möchte mich persönlich bei allen Mitarbeitern, Vertragshändlern und Zulieferern bedanken, die für Buell arbeiten oder die in der Vergangenheit für Buell tätig waren. Und ich möchte den Buell Fahrerinnen und Fahrern für ihre Unterstützung und ihre Leidenschaft für die Marke danken,“ sagte Jon Flickinger, President der Buell Motorcycle Company.

Flickinger erläuterte weiter, dass noch eine begrenzte Stückzahl von Buell Motorrädern bei autorisierten Händlern erhältlich ist und dass die Produktion von Neufahrzeugen am 30. Oktober 2009 eingestellt wird. Er betonte, dass Harley-Davidson die Ersatzteilversorgung und den Service für Buell Motorräder aufrechterhalten wird und dass die Garantieansprüche für Buell Motorräder in vollem Umfang erhalten bleiben.

„Ich werde für immer stolz auf das sein, was wir erreicht haben. Es zeugt davon, was eine kleine Gruppe von inspirierten und leidenschaftlichen Menschen leisten kann. Wir haben Motorräder gebaut, die sich durch großartige Innovationen auszeichnen, Motorräder, deren Handling weltklasse ist“, erläuterte Chairman and Chief Technical Officer Erik Buell. „Was mich selbst betrifft: Ich werde jetzt schauen, wie ich künftig Harley-Davidson in puncto Technik unterstützen kann.“

„Ich hatte das große Glück, in den vergangenen Jahren viele Buell Fahrer zu treffen und kennenzulernen. Sie waren fantastische und unglaublich interessante Freidenker“, sagte Buell. „Ich wünsche Euch allen, dass Ihr voller Stolz der Zukunft entgegenfahrt. Mögen die Straßen, die vor Euch liegen, so abenteuerlich und so lehrreich sein, wie sie es für mich in den vergangenen 26 Jahren waren.“

Seit 1998 ist die Buell Motorcycle Company ein Tochterunternehmen der Harley-Davidson, Inc.. Erik Buell gründete die Firma im Jahr 1983. Seither stellte das Unternehmen mehr als 135.000 Motorräder her. In den vergangenen 26 Jahren gewannen Buell Motorräder zahlreiche Designpreise sowie eine Vielzahl von Rennen und Meisterschaften rund um den Globus, zuletzt die amerikanische AMA Pro Daytona SportBike Meisterschaft 2009.

IAA – Gedanken zum Arbeitsmarkt

Jahrelang ist man an einer „Münchner Institution“ vorbeigefahren: Autohaus König an der renommierten Adresse Brienner Straße und jahrelang hat man sich an strahlenden Markennamen wie Ferrari, Bentley oder Maserati erfreut und gerne hat man einen Blick in die Schaufenster geworfen.

Und plötzlich demontieren Arbeiter  den Firmennamen und auch die großen Markennamen verschwinden. Statt dessen ein großes Plakat im Fenster: „Zu vermieten“. Was nur, so fragt man sich, ist aus der schillernden Autowelt geworden? Wo ist der Glanz vergangener Tage geblieben? Was wird in Zukunft aus der Autoindustrie?

Die Regierung konnte den Niedergang mit Regenschirmen und Subventionen nicht verhindern. Zu tief sind die Folgen von Mißmanagement und fehlendem unternehmerischen Weitblick. Die Abwrackprämie ist ausgelaufen. Die Zahl der Insolvenzen, so eine Roland Berger Studie, wird entlang der automobilen Wertschöpfungskette deutlich steigen, so berichtet die ARD dieser Tage. Man rechnet damit, dass fast jeder zweite deutsche Autohändler akut von der Insolvenz bedroht ist. Bei 27.000 Händlern in Deutschland könnten demnach bis zu 30.000 Stellen wegfallen. Insgesamt geht die Studie davon aus, dass im Automobilsektor ca. 90.000 Stellen gefährdet sind.

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte bereits gegenüber tagesschau.de prognostiziert, dass die strukturelle Krise durch die Abwrackprämie nur verdeckt worden sei. Er bezeichnete die Abwrackprämie als katastrophal, als ein konjunkturelles Strohfeuer, das die Krise nur ins nächste Jahr verschiebt. Dudenhöffers Fazit: “Mit fünf Milliarden Euro ist eine große Wahlparty finanziert worden“.

Neben den Autohändlern sind auch die großen Messen von der Wirtschaftskrise betroffen. Die Messegesellschaft in Frankfurt, so konnte man im Handelsblatt lesen, trotzt zwar der allgemeinen Krise und hofft sogar noch mit einem Gewinn abschließen zu können, aber dennoch werden schmerzhafte Umsatzeinbrüche durch weniger vermietete Ausstellungsfläche zu verzeichnen sein. Der IAA-Veranstalter rechnet zwar mit 700 Ausstellern, aber dennoch sind dies knapp zehn Prozent weniger als vor zwei Jahren. 2009 fehlen nicht nur japanische Marken wie Nissan und Daihatsu, sondern auch die General-Motors-Marken Cadillac und Chevrolet.

Der Abwärtstrend der Messen war bereits im letzten Jahr auf der Motor Show in Essen festzustellen. Leere Hallen und nur wenige Besucher. Zu Jahresbeginn setzte sich dieser Trend auf der AMI in Leipzig fort: Leere Hallen und wenige Besucher. Die Leitmesse im Tuningbereich, die Tuning World Bodensee verzeichnete hingegen im Mai zwar weniger Aussteller, das Interesse der Besucher war jedoch ungebrochen.

Das Beispiel Friedrichshafen zeigt, das Kundenorientierung und intelligentes Marketing im Messebereich durchaus Erfolge bringen können. Aber das überlassen wir unserer Partnerfirma in Sachen Marketing Outsourcing