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Management mit Leidenschaft und Benzin im Blut

Es gibt ihn noch: Den Unternehmergeist! Dies beweisen vier junge Maschinenbau Ingenieure und ihre visionären Investoren. Entgegen allen Unkenrufen des Marktes sind sie angetreten mit einem vollkommen neuen Roadster Ansatz: Leichtbau, unverwechselbares Design, Fahrperformance und Exklusivität. Die Marke Roding steht somit für Aufbruch in eine neue Design- und Technologie-Ära.

Der  Name Roding wurde von einer Guerilla Marketing Agentur entwickelt und der Name ist Programm.  Am 15. September 2009 war die offizielle Geburtsstunde dieser neuen Marke. Der Roding wurde auf der IAA präsentiert  - nicht wirklich präsentiert, er wurde hinter Samurai Flaggen verborgen und interessierte Besucher und handverlesene Gäste durften den Roadster bewundern. Nach vielen weiteren Meilensteinen, nun der wohl spannendste Moment: Die erste öffentliche Testfahrt auf der Rennstrecke mit dem Prototypen:

Die Euphorie der geladenen Gäste gibt den Ingenieuren aus München und dem Bayerischen Wald recht: Mutige Management-Entscheidungen belohnt der Markt. Gerade in Krisenzeiten ist Unternehmergeist und Mut gefragt. Immer wieder schön zu sehen, dass der Markt den Mutigen belohnt.

Fazit aus der Sicht des Headhunters: Mutige Manager mit Weitblick gesucht!

ven*net international sagt danke und wünscht ein frohes fest und einen guten rutsch

Das Krisenjahr 2009 neigt sich dem Ende zu und alle hoffen auf einen erfolgreichen Neuanfang im nächsten Jahr. Allen voran hofft dies die angeschlagene Autoindustrie. Opel hat die Autobahnen und Bundesstraßen verlassen und sich statt dessen auf die Achterbahn begeben.

Porsche zog aus, um VW zu übernehmen, aber die Geschichte zeigte, dass sich Porsche dann doch übernommen hatte und übernommen wurde und so müssen wohl alle Porschefahrer zukünftig damit leben, dass sie VW-Fahrer werden, wenn auch etwas schnellere…

Und auch der Stern am Firmament hat deutlich an Glanz verloren: Mercedes schielt in Richtung USA und die Nation befürchtet, dass damit auch eine Beschädigung des guten Rufes „Made in Germany“ einhergeht.

Und wie nicht anders zu erwarten: Auch im Motorrad-Markt war ein Rumoren zu verspüren: Harley Davidson konzentrierte sich aufs Kerngeschäft und verfütterte die Marke Buell an die Fische. Dies zeigt ein Mal mehr, dass der Profit im Motorrad-Business nicht mit den schnellen Maschinen (mit junger Zielgruppe) gemacht wird, sondern den teuren „Klassikern“. Die Zielgruppe 40 plus leistet sich das Bike als Zweit- oder Drittfahrzeug.

Und dennoch oder gerade deswegen: ein kleines gallisches Dorf, i.e. zwei sehr konträre Marken  trotzten allen Unwettern und Krisen um sie herum. Als Highlight des Jahres 2009 ist der neue Trabi zu nennen, der einen Vorstoß in Richtung Volksauto unternommen hat und natürlich der neue Roadster, der 2011 auf den Markt kommen wird, der Roding aus dem Hause Roding Automobile (aus Roding selbstverständlich).

Der Bankensektor durchlief 2009 extrem wirre Zeiten: da überwies beispielsweise ein Bank-Angestellter (man weiß nicht, auf welcher Pay Role er wirklich stand) 300 Millionen (in Worten: dreihundert)  an eine insolvente Bank namens Lehman Brothers und der Kanzler setzt noch einen oben drauf und zahlt für die mit 4 Milliarden Euro börsennotierte Commerzbank insgesamt 18 Milliarden Euro und erhält dafür aber nur ein Viertel des Aktienpaketes.

Kurz vor Jahresende macht dann noch das Unternehmen von Medienzar Rupert Murdoch auf sich aufmerksam. Im Rahmen einer Verzweiflungstat zeichnet es bis zu 49 Millionen Aktien und baut damit seinen Anteil am Bezahlsender Sky auf bis zu 45,4 Prozent aus. Das frische Kapital soll in Marketing, Vertrieb und den Ausbau des Programmangebots investiert werden. Man rechnet dabei mit bis zu 120 Millionen Euro.

Angesichts der Irrungen und Wirrungen im Jahre 2009 sind wir alle fest davon überzeugt: 2010 wird (trotz aller Unkenrufe vom Arbeitsmarkt) ein kreatives und erfolgreiches Jahr. Wir wünschen allen Freunden und Partnern eine ruhige Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

2010 wird ein geniales Jahr!

Kein Stellenabbau in der Tuning Branche

Im Vergleich zur Automobilindustrie zeigt die Tuningbranche insgesamt eine stabile Entwicklung. Laut einer Mitgliederbefragung des Verbands der Automobil Tuner (VDAT) haben 41,6 Prozent der befragten Unternehmen ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2009 auf dem Vorjahresniveau gehalten oder sogar gesteigert.

20,8 Prozent der Mitglieder geben sogar eine Umsatzsteigerung von mehr als fünf Prozent an. 58,3 Prozent melden hingegen einen Umsatzrückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2008.  „Das Ergebnis der Mitgliederumfrage zeigt, dass die Krise auch an der Tuning- und Zubehörindustrie nicht spurlos vorübergegangen ist“, sagt Harald Schmidtke, Geschäftsführer des VDAT. „Man sollte aber auch die eindeutig positiven Aussagen zur Kenntnis nehmen: 42 Prozent der Befragten haben einen höheren, beziehungsweise einen Umsatz auf dem guten Niveau des ersten Halbjahrs 2008 erzielt. Würde man die Umsatzschwankungen bis minus fünf Prozent als eine auch ‚in normalen Zeiten’ mögliche Schwankungsbreite einbeziehen, steigert sich der Wert derer, die bisher einen recht guten Kurs in schwieriger Marktlage halten konnten, auf immerhin 50 Prozent.“

In der Personalpolitik zeigen sich die Tuningunternehmen ausgesprochen verantwortungsvoll. Während Entlassungen und Kurzarbeit bei den großen Herstellern und Zulieferern gang und gäbe sind, beweisen die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Tuningsektor auch in schwierigen Zeiten soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern. 52,1 Prozent der Umfrageteilnehmer geben die gleiche Mitarbeiterzahl an wie im Vorjahr. Exakt ein Viertel der befragten Unternehmen hat in der Krise sogar neue Mitarbeiter eingestellt. Lediglich 22,9 Prozent mussten die Zahl der Angestellten und Arbeiter der Marktlage anpassen.

„Als besonders erfreulich ist anzusehen, dass rund 77 Prozent der Befragten keine Mitarbeiter freistellen mussten“, meint Harald Schmidtke. „Da bestätigt sich, dass kleine und mittelständische Unternehmen auch in schwierigen Zeiten eine andere soziale Bindung zu ihren Mitarbeitern haben, als dies in global agierenden Konzernen der Fall ist.“ Vorsichtig optimistisch blickt die Branche ins Jahr 2010. 58,4 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung aus.

Weitere Tuning- und Auto News finden Sie im Auto Magazin

Buell: Das Aus für Mitarbeiter und Marke

Die Buell Geschäftsführung dankt allen Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern für eine unvergessliche Zeit. Die Harley-Davidson, Inc. teilte heute mit, dass im Zuge der künftigen Strategie des Unternehmens die Produktion von Motorrädern der Marke Buell eingestellt wird. Daher spricht die Geschäftsführung von Buell den Kunden, Vertragshändlern und Mitarbeitern ihren Dank für die gemeinsame Zeit aus, die allen stets im Gedächtnis bleiben wird. Die neue langfristige Planung der Harley-Davidson, Inc. sieht vor, künftig sämtliche Kräfte und Ressourcen des Unternehmens auf die Marke Harley-Davidson zu konzentrieren.

„Ich möchte mich persönlich bei allen Mitarbeitern, Vertragshändlern und Zulieferern bedanken, die für Buell arbeiten oder die in der Vergangenheit für Buell tätig waren. Und ich möchte den Buell Fahrerinnen und Fahrern für ihre Unterstützung und ihre Leidenschaft für die Marke danken,“ sagte Jon Flickinger, President der Buell Motorcycle Company.

Flickinger erläuterte weiter, dass noch eine begrenzte Stückzahl von Buell Motorrädern bei autorisierten Händlern erhältlich ist und dass die Produktion von Neufahrzeugen am 30. Oktober 2009 eingestellt wird. Er betonte, dass Harley-Davidson die Ersatzteilversorgung und den Service für Buell Motorräder aufrechterhalten wird und dass die Garantieansprüche für Buell Motorräder in vollem Umfang erhalten bleiben.

„Ich werde für immer stolz auf das sein, was wir erreicht haben. Es zeugt davon, was eine kleine Gruppe von inspirierten und leidenschaftlichen Menschen leisten kann. Wir haben Motorräder gebaut, die sich durch großartige Innovationen auszeichnen, Motorräder, deren Handling weltklasse ist“, erläuterte Chairman and Chief Technical Officer Erik Buell. „Was mich selbst betrifft: Ich werde jetzt schauen, wie ich künftig Harley-Davidson in puncto Technik unterstützen kann.“

„Ich hatte das große Glück, in den vergangenen Jahren viele Buell Fahrer zu treffen und kennenzulernen. Sie waren fantastische und unglaublich interessante Freidenker“, sagte Buell. „Ich wünsche Euch allen, dass Ihr voller Stolz der Zukunft entgegenfahrt. Mögen die Straßen, die vor Euch liegen, so abenteuerlich und so lehrreich sein, wie sie es für mich in den vergangenen 26 Jahren waren.“

Seit 1998 ist die Buell Motorcycle Company ein Tochterunternehmen der Harley-Davidson, Inc.. Erik Buell gründete die Firma im Jahr 1983. Seither stellte das Unternehmen mehr als 135.000 Motorräder her. In den vergangenen 26 Jahren gewannen Buell Motorräder zahlreiche Designpreise sowie eine Vielzahl von Rennen und Meisterschaften rund um den Globus, zuletzt die amerikanische AMA Pro Daytona SportBike Meisterschaft 2009.

IAA – Gedanken zum Arbeitsmarkt

Jahrelang ist man an einer „Münchner Institution“ vorbeigefahren: Autohaus König an der renommierten Adresse Brienner Straße und jahrelang hat man sich an strahlenden Markennamen wie Ferrari, Bentley oder Maserati erfreut und gerne hat man einen Blick in die Schaufenster geworfen.

Und plötzlich demontieren Arbeiter  den Firmennamen und auch die großen Markennamen verschwinden. Statt dessen ein großes Plakat im Fenster: „Zu vermieten“. Was nur, so fragt man sich, ist aus der schillernden Autowelt geworden? Wo ist der Glanz vergangener Tage geblieben? Was wird in Zukunft aus der Autoindustrie?

Die Regierung konnte den Niedergang mit Regenschirmen und Subventionen nicht verhindern. Zu tief sind die Folgen von Mißmanagement und fehlendem unternehmerischen Weitblick. Die Abwrackprämie ist ausgelaufen. Die Zahl der Insolvenzen, so eine Roland Berger Studie, wird entlang der automobilen Wertschöpfungskette deutlich steigen, so berichtet die ARD dieser Tage. Man rechnet damit, dass fast jeder zweite deutsche Autohändler akut von der Insolvenz bedroht ist. Bei 27.000 Händlern in Deutschland könnten demnach bis zu 30.000 Stellen wegfallen. Insgesamt geht die Studie davon aus, dass im Automobilsektor ca. 90.000 Stellen gefährdet sind.

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte bereits gegenüber tagesschau.de prognostiziert, dass die strukturelle Krise durch die Abwrackprämie nur verdeckt worden sei. Er bezeichnete die Abwrackprämie als katastrophal, als ein konjunkturelles Strohfeuer, das die Krise nur ins nächste Jahr verschiebt. Dudenhöffers Fazit: “Mit fünf Milliarden Euro ist eine große Wahlparty finanziert worden“.

Neben den Autohändlern sind auch die großen Messen von der Wirtschaftskrise betroffen. Die Messegesellschaft in Frankfurt, so konnte man im Handelsblatt lesen, trotzt zwar der allgemeinen Krise und hofft sogar noch mit einem Gewinn abschließen zu können, aber dennoch werden schmerzhafte Umsatzeinbrüche durch weniger vermietete Ausstellungsfläche zu verzeichnen sein. Der IAA-Veranstalter rechnet zwar mit 700 Ausstellern, aber dennoch sind dies knapp zehn Prozent weniger als vor zwei Jahren. 2009 fehlen nicht nur japanische Marken wie Nissan und Daihatsu, sondern auch die General-Motors-Marken Cadillac und Chevrolet.

Der Abwärtstrend der Messen war bereits im letzten Jahr auf der Motor Show in Essen festzustellen. Leere Hallen und nur wenige Besucher. Zu Jahresbeginn setzte sich dieser Trend auf der AMI in Leipzig fort: Leere Hallen und wenige Besucher. Die Leitmesse im Tuningbereich, die Tuning World Bodensee verzeichnete hingegen im Mai zwar weniger Aussteller, das Interesse der Besucher war jedoch ungebrochen.

Das Beispiel Friedrichshafen zeigt, das Kundenorientierung und intelligentes Marketing im Messebereich durchaus Erfolge bringen können. Aber das überlassen wir unserer Partnerfirma in Sachen Marketing Outsourcing