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Kein Stellenabbau in der Tuning Branche

Im Vergleich zur Automobilindustrie zeigt die Tuningbranche insgesamt eine stabile Entwicklung. Laut einer Mitgliederbefragung des Verbands der Automobil Tuner (VDAT) haben 41,6 Prozent der befragten Unternehmen ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2009 auf dem Vorjahresniveau gehalten oder sogar gesteigert.

20,8 Prozent der Mitglieder geben sogar eine Umsatzsteigerung von mehr als fünf Prozent an. 58,3 Prozent melden hingegen einen Umsatzrückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2008.  „Das Ergebnis der Mitgliederumfrage zeigt, dass die Krise auch an der Tuning- und Zubehörindustrie nicht spurlos vorübergegangen ist“, sagt Harald Schmidtke, Geschäftsführer des VDAT. „Man sollte aber auch die eindeutig positiven Aussagen zur Kenntnis nehmen: 42 Prozent der Befragten haben einen höheren, beziehungsweise einen Umsatz auf dem guten Niveau des ersten Halbjahrs 2008 erzielt. Würde man die Umsatzschwankungen bis minus fünf Prozent als eine auch ‚in normalen Zeiten’ mögliche Schwankungsbreite einbeziehen, steigert sich der Wert derer, die bisher einen recht guten Kurs in schwieriger Marktlage halten konnten, auf immerhin 50 Prozent.“

In der Personalpolitik zeigen sich die Tuningunternehmen ausgesprochen verantwortungsvoll. Während Entlassungen und Kurzarbeit bei den großen Herstellern und Zulieferern gang und gäbe sind, beweisen die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Tuningsektor auch in schwierigen Zeiten soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern. 52,1 Prozent der Umfrageteilnehmer geben die gleiche Mitarbeiterzahl an wie im Vorjahr. Exakt ein Viertel der befragten Unternehmen hat in der Krise sogar neue Mitarbeiter eingestellt. Lediglich 22,9 Prozent mussten die Zahl der Angestellten und Arbeiter der Marktlage anpassen.

„Als besonders erfreulich ist anzusehen, dass rund 77 Prozent der Befragten keine Mitarbeiter freistellen mussten“, meint Harald Schmidtke. „Da bestätigt sich, dass kleine und mittelständische Unternehmen auch in schwierigen Zeiten eine andere soziale Bindung zu ihren Mitarbeitern haben, als dies in global agierenden Konzernen der Fall ist.“ Vorsichtig optimistisch blickt die Branche ins Jahr 2010. 58,4 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung aus.

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GWA: Erhebliche Umsatzeinbrüche bei Kommunikationsagenturen

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA)) erwartet auf Basis seines Herbstmonitors 2009 für die Agenturbranche ein Umsatzminus von fast acht Prozent. Dies ist eine Enschätzung, die wir aufgrund unserer Gespäche im Markt teilen.

Die Daten für Personalbedarf, Kostendruck und Rendite-Entwicklung zeigen, dass 2009 ein schwieriges Jahr für die Verbandsmitglieder war. 80 Prozent der Agenturen spüren einen steigenden Kostendruck, mehr als die Hälfte musste sich von Mitarbeitern trennen.  Die Zahl der Bewerber aus diesem Bereich, die ven*net verzeichnete,  nimmt deutlich zu.

GWA Präsident Peter John Mahrenholz: „Das Jahr 2009 steht im Zeichen der Krise und bringt einen deutlichen Rückschlag für die sonst so dynamische Branche. Wir haben aber erste Anzeichen dafür, dass in dem Maße wie die Wirtschaft jetzt wieder Tritt fasst, auch die Agenturen auf eine Belebung der Auftragslage hoffen können.“

Fast die Hälfte der befragten Agenturen erwartet für 2010 wieder steigende Umsätze. Der GWA prognostiziert auf Basis seiner Umfrage daher für das kommende Jahr ein Umsatzwachstum von bis zu drei Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung hat auch zu einer Veränderung der Agenturaufgaben geführt: So hat digitale Kommunikation bei 84 Prozent der Agenturen an Bedeutung gewonnen (ein Trend, der sich bereits auf der Dmexco abzeihnete), Verkaufsförderung bei 54 und CRM-Maßnahmen bei 44 Prozent. Klassische Werbung, Eventmarketing und Sponsoring haben im laufenden Jahr am meisten an Bedeutung verloren.

Die stärksten Umsatzbringer waren 2009 die Nahrungs- und Genussmittelbranche mit durchschnittlich 17 prozentigem Anteil an den Gesamtumsätzen der GWA Agenturen und die Automobil-Industrie mit elf Prozent. Der GWA Monitor ist eine halbjährlich stattfindende Befragung der Geschäftsführer führender deutscher Werbe- und Kommunikationsagenturen. Durch ihn werden Geschäfts-, Kosten- und Rendite-Entwicklung der Agenturen und der Branche sowie Sonderthemen abgefragt. Die Ergebnisse können für die Branche als repräsentativ gelten: Der GWA deckt über 80 Prozent des relevanten Agenturmarktes ab.
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